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„Zum ewigen Frieden“ – Etappen der UN im Spiegel der Presse
Eröffnung der Ausstellung
Der lateinische Titel Essentia Nostra („unsere Essenz“ oder „unser Wesen“) verweist auf die Suche nach dem, was dem Menschen jenseits äußerer Wahrnehmungen und Zuschreibungen zugrunde liegt.
In ihrer künstlerischen Arbeit erforscht Flavienne Nguemdjo die Erfahrungsräume des eigenen Selbst. Aus einem fortlaufenden Prozess der Introspektion heraus, verbindet sie Fotografie, Zeichnung und Lyrik, um dem Unsichtbaren eine künstlerische Form zu geben.
Ausgangspunkt ist die bewusste Hinwendung zur eigenen Innenwelt – ein Rückzug aus der äußeren Wahrnehmung, um verborgene Ebenen des eigenen Erlebens zu erkunden. Die Arbeiten entwickeln sich von der Auseinandersetzung mit dem individuellen Selbst hin zu Erfahrungen von Präsenz, Resonanz und Verbundenheit.
Essentia Nostra versteht sich nicht als Darstellung eines abgeschlossenen Zustands, sondern als Einblick in einen fortwährenden inneren Prozess – eine Annäherung an das, was den Menschen in seinem Innersten verbindet.
Am 11. September 2026 jährt sich zum 25. Mal der Terroranschlag von Al-Qaida auf das World Trade Center in New York. Der Anschlag war nicht nur ein nie da gewesener Terrorangriff, sondern auch ein bildgewaltiges (Medien-) Ereignis. Zum ersten Mal fand Terror Live im Fernsehen statt und wurde von den Zuschauer:innen weltweit verfolgt. Die gedruckte Presse stand vor der Frage, wie das Ereignis zu visualisieren ist. Anhand einzigartiger visueller Dokumente zeichnet Dr. Felix Koltermann im Vortrag nach, wie deutsche Tages- und Wochenzeitungen mit dem Ereignis umgingen.
Der Vortrag basiert auf einer einzigartigen historischen Sammlung von über 100 Original-Zeitungen und Magazinen vom 12. September 2001 sowie den zwei Wochen nach dem Anschlag, die im Vortrag erstmalig öffentlich zu sehen sein wird. Die Sammlung umfasst Lokalzeitungen, überregionale Zeitungen, Boulevardzeitungen sowie Magazine aus Deutschland.
Dr. Felix Koltermann ist Kommunikationswissenschaftler mit einem Schwerpunkt auf Bildpublizistik und Fotojournalismus. Er arbeitet als Wissenschaftsredakteur am CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken. Der Referent ist zudem berufenes Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Photographie sowie in der Deutschen Fotografischen Akademie und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Zuletzt erschien sein Buch „Fotografie im Journalismus“ (Halem Verlag 2023).
Öffentliche Sonntags-Führung / Dauerausstellung
Museumseintritt / Führung 3,00 Euro
Treffpunkt Museumskasse
mit Lara Witt
Warum demokratische Gesellschaften auch in fragmentierten digitalen Öffentlichkeiten unabhängigen Journalismus brauchen.
Marcus Bölz ist von Hause aus Journalist und war bei diversen Zeitungen journalistisch tätig. So zum Beispiel Schwäbische Zeitung, Frankfurter Rundschau, zeit.de und der dpa und heutiger Referent.
Arbeitsschwerpunkte von Marcus Bölz sind die Vermittlung journalismuspraktischer Arbeitsprozesse wie journalistisches Texten, redaktionelles Arbeiten sowie die Erforschung des journalistischen Arbeitsprozesses, Aspekten der Medienwirkung sowie der Rezeption journalistischer Produkte. Er beschäftigt sich in seinen Seminaren aber auch mit Medientheorie und Kommunikationswissenschaft.
Inhalt des Vortrags: Die Digitalisierung hat die öffentliche Kommunikation grundlegend verändert. Während klassische Medien lange Zeit einen gemeinsamen Informationsraum schufen, entstehen heute zahlreiche digitale Teilöffentlichkeiten, die oft unverbunden nebeneinander existieren. Welche Folgen hat diese Entwicklung für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Fähigkeit, politische Konflikte auf der Grundlage gemeinsamer Fakten auszutragen?
Der Vortrag diskutiert diese Fragen aus medienwissenschaftlicher Perspektive. Im Mittelpunkt stehen die Überlegungen von Horst Pöttker zur integrativen Funktion von Öffentlichkeit sowie aktuelle Ansätze von Marcus Bölz, der Journalismus als kulturelle Praxis der Orientierung, Verständigung und gesellschaftlichen Resonanz versteht. Es wird gezeigt, warum unabhängiger Journalismus gerade im Zeitalter sozialer Medien unverzichtbar bleibt: nicht als exklusiver Informationslieferant, sondern als Institution der Recherche, Verifikation und öffentlichen Vernunft.
Der Vortrag lädt dazu ein, über die Zukunft demokratischer Öffentlichkeit nachzudenken und die Bedeutung journalistischer Qualität für eine freie und pluralistische Gesellschaft neu zu bewerten. Ein aktueller Beitrag zur Frage, wie gesellschaftliche Verständigung in einer zunehmend fragmentierten Medienwelt gelingen kann.