Grußwort des Oberbürgermeisters

« Für mich als Aachener ist das Zeitungsmuseum nicht mehr nur Teil des Gedächtnisses unserer Zivilisation, sondern verhilft insbesondere jungen Menschen dazu, durch intelligente Nutzung der Medien zu aufgeklärten Weltbürgern zu werden. »

Als der US-amerikanische Autor und Publizist Nicholas Carr im Jahre 2008 in einem viel beachteten Aufsatz die Frage stellte „Is Google making us stupid?“, richtete er den Fokus auf die rasante Medienentwicklung und die zunehmende Überforderung des Menschen durch die elektronischen Medien. Wie kann der Mensch den Überblick behalten? Wie kann er Relevanz und Qualität von Nachrichten einschätzen? Dies sind nur zwei der drängenden Fragen, auf die ein Besuch im Internationalen Zeitungsmuseum wichtige Antworten gibt.

Ohnehin ist Aachen als Medienstadt, in der Paul Julius Reuter seine Nachrichtenagentur gründete und 1945 die erste freie Nachkriegszeitung erschien, zweifellos eine exzellente Anlaufstelle für die intensive Auseinandersetzung mit der Medienwelt.

Unsere Medienlandschaft hat sich rasant verändert. Die gegenwärtigen Entwicklungen der Zeitungslandschaft, aber auch der Rundfunk- und Onlinemedien, werden dabei in herausragender Form durch das IZM begleitet.

So erlebt der Besucher durch interaktive multimediale Vermittlung verschiedener Themenkomplexe den Blick in verschlossene Welten, wird bei einem Rundgang durch die völlig neu konzipierte Dauerausstellung umfassend informiert und dabei zu kritischem Denken angeregt.

Für mich als Aachener ist das IZM nicht mehr nur Teil des Gedächtnisses unserer Zivilisation, sondern verhilft insbesondere jungen Menschen dazu, durch intelligente Nutzung der Medien zu aufgeklärten Weltbürgern zu werden.

Allen Besuchern des IZM wünsche ich viel Vergnügen beim Rundgang durch die Ausstellungsräume und viele interessante Einblicke in die moderne Welt unserer Medien.

Marcel Philipp
Oberbürgermeister der Stadt Aachen